Kathrin Koehler Mein Programm Fuer Zwickau

Zwickau muss es guthaben!

Mein Programm für Zwickau

Zwickau ist eine liebenswerte, eine lebenswerte Stadt. Ich möchte ihre gegenwärtige Bekanntheit steigern, die überregionale Bedeutung und Vernetzung im Einklang mit der Lebensqualität unserer Bürger und den Erfolgen für Unternehmen weiter ausbauen. Zahlreiche Multiplikatoren aus verschiedenen Bereichen unterstützen mich hierbei, um die Außendarstellung und Außenwahrnehmung Zwickaus zu schärfen und attraktiver zu machen. Entscheidend ist, dass innerstädtisch, landkreis-, sachsen- und bundesweit klug und nachhaltig agiert wird.

1. Wirtschaft und Verkehr

Die Stadtverwaltung Zwickau, insbesondere die städtische Wirtschaftsförderung, wird sich wirtschaftsfreundlich und kreativ entwickeln. Der Dienstleistungsgedanke erhält erste Priorität, damit sich eine Willkommens- und Ermöglichungskultur fest etablieren kann, um potentielle Investoren für Zwickau zu begeistern und neue Unternehmensgründungen anzusiedeln. Hierfür wird eine Servicestelle eingerichtet und mit den nötigen Kompetenzen ausgestattet, um den Investoren, Existenzgründern und Start Ups gezielt zur Seite zu stehen. Für die gesamten Planungs-, Investitions- und Gründungsprozesse leitet uns die Handlungsmaxime "Alles unter einem Dach, alles aus einer Hand". Zu dieser neuen Servicestelle hält die neue Oberbürgermeisterin mit ihrer umfänglichen Erfahrung im Wirtschaftsleben stets unmittelbaren Kontakt. Ein profilierter Ansprechpartner koordiniert und forciert ganz individuell für Unternehmen und Investoren alle notwendigen Schritte für kurze Wege zu den Ämtern.
Unsere Stadtverwaltung versteht sich zunehmend als ergebnisorientierten Dienstleister, der kreativer und effizienter als bislang Ermessensspielräume öffnen und nutzen wird.

Mit einer deutlich transparenteren Öffentlichkeitsarbeit lassen sich Planungs- und Genehmigungsverfahren bürgernah, konfliktarm und effektiv gestalten und vermitteln.

Die Flächenentwicklung erfolgt primär mit erfahrenen und erfolgreichen Partnern der Privatwirtschaft. Zunächst wird das kurz- und mittelfristig Machbare intensiv vorangetrieben, z. B. ein Bebauungsplan für eine Gewerbeansiedlung Bereich des ehemaligen Plattenwerkes. Konzepte für längerfristige Vorhaben markieren dabei den großen Rahmen unserer künftigen Stadtentwicklung.

Die Stadt Zwickau bewirbt sich mit höchster Priorität um neue Fördermittel, um als Modellregion für die Bereiche Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) mit dabei zu sein und, um ihre Konkurrenzfähigkeit sowie den Branchenmix für den dynamischen Standort Zwickau zu erhöhen.

Es ist geplant, ein städtisches Investitionsprogramm für Straßen und Gehwege aufzulegen, ausgestattet mit einem festen Betrag im Haushalt für die nächsten vier Jahre. Um größere Infrastrukturprojekte wie die Cainsdorfer Brücke finanzieren zu können, wird die Umsetzung und Finanzierung mit privaten Partnern angestrebt (d. h. privater Bauherr, Finanzierung in Jahresscheiben). Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Zwickau wird nicht nur gesichert, sondern spürbar gefördert und ausgebaut: Ein intelligenter Mix aus Straßenbahn, Bus, Regionalbahn und zukunftsweisenden Formen des ÖPNV kennzeichnet ein attraktiveres innerstädtisches Mobilitätsangebot. Zeitnah steht aber auch eine bessere Vernetzung in die zentrumsferneren Ortsteile und darüber hinaus in den ländlichen Raum auf der Agenda.

Dazu gehört auch die komplexe, aber notwendige Straßenbahnanbindung über den Hauptbahnhof nach Marienthal. Dieses Bauvorhaben wird ähnlich dringend vorangetrieben wie die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Als Entrée in die Stadt brauchen wir an genau diesem zentralen Ort ein attraktives Ensemble, das die Bedeutung unserer Stadt sofort und repräsentativ sichtbar macht.

Durch eine konzentrierte Lobbyarbeit im Verbund mit den Städten des Sächsisch-Bayrischen Städtenetzes wird das Ziel der überfälligen IC-Anbindung wieder auf die Tagesordnung gesetzt.

Genau im Blick ist der Fahrradverkehr, flankiert mit der Umsetzung eines geeigneten Radverkehrskonzepts und der regelmäßigen Instandhaltung vorhandener und geplanter Radwege.

2. Innenstadtbelebung

In den vergangenen Jahren hat sich speziell bei den gastronomischen Angeboten einiges getan, dennoch bleiben innerstädtische „Sorgenkinder“. Aus der jüngeren Szene kreativer Köpfe Zwickaus stammt die Initiative „buy local“ („Kaufe vor Ort“), die mit den Möglichkeiten der sozialen Medien und digitaler Technologien gezielt lokale Angebote aller Branchen bewerben will. Die verschiedenen Netzwerke aller Beteiligten helfen bei der Vermarktung - digital und analog. An der Etablierung eines lokalen und robusten Kreislaufs wirkt die Stadt ebenso mit wie der private Sektor; unsere Ressourcen und Werbebudgets fließen in die bestmögliche Win-Win-Situation.

Potential und Kreativität der Händler, Gastronomen und des ansässigen Gewerbes will ich pragmatisch, optimal und mit möglichst wenigen Reglementierungen unterstützen. Bei allseits akzeptierten und gern besuchten Veranstaltungen (z.B. Weihnachtsmarkt, Stadtfest) erfolgt eine stärkere Zusammenarbeit mit ortsansässigen Akteuren. In Verbindung mit dem Historischen Markttreiben sollte es einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag geben.

Die Entwicklung der Hauptstraße bleibt eine zentrale Aufgabe und große Chance. Die Verbindung von Wohnen und Arbeiten mitten in der Innenstadt, verstärkt durch gastronomische und kulturelle Angebote wird Leben in dieses 1A-Quartier bringen.

3. Stadtentwicklung

In den Stadtteilen gibt es eigenständige, sehr vitale und attraktive Zentren. In Neuplanitz, Eckersbach und Marienthal-Ost wird der leerstehende und schwer vermietbare Alt-Wohnungsbestand gezielt und basierend auf strategisch ausgerichteten Stadtentwicklungskonzepten zurückgebaut. So entstehen nicht einfach nur „Zahnlücken“, sondern lebenswert-moderne Wohnareale, die einen interessanten Mix aus Stadtvillen, Mehrfamilienhäusern und Eigenheimen bieten. Die Stadt wird, wenn nötig, auch gezielt Flächen ankaufen, um die qualitätsorientierte Entfaltung der Quartiere zu ermöglichen.

Auf Zwickau abgestimmte Projektideen und Konzeptionen in den Bereichen Ökologie, Klima, Umweltschutz und Nachhaltigkeit werden präzisiert und weiterentwickelt (Zwickauer Energiewende Demonstrieren in Marienthal, Bürgergärten u.v.m.). Gerade bei diesen hochrelevanten Themen wird Zwickau künftig auch verstärkt aktuelle Trends aufnehmen und umsetzen.

4. Bürgerfreundlichkeit und Lebensqualität

Individuelle Initiativen von Gastronomen, Händlern und der Bürgerschaft sind sehr willkommen. Der Dialog mit den Zwickauerinnen und Zwickauern wird vertieft - das geschieht auf Augenhöhe in einem freundlichen, gegenseitig wertschätzenden Umgangston. Konsequent sollen Regulierungen (z. B. in städtischen Satzungen) abgebaut werden, um jeden Entwicklungsstau zu vermeiden.

Der Funpark (ehemaliges Erlenbad) wird als eine abwechslungsreiche Freizeiteinrichtung für Familien, Kinder und Jugendliche etabliert. Der Mulderadweg wird mit Priorität gepflegt und fortgeführt. Als attraktiver Stadtpark kann der Schwanenteichpark noch stärker als Ort einer familienfreundlichen Kurzerholung dienen. Ziel ist die Wiederbelebung des ehemaligen Schwanenschlosses mit einer angebundenen gastronomischen Einrichtung. Eine Insel für unsere besonderen Gäste, die Schwäne, darf natürlich nicht fehlen.

5. Forschung und Bildung

Gemeinsam vorhandene logistische und inhaltliche Ressourcen werden stringent genutzt, ein starkes Miteinander von Westsächsischer Hochschule (WHZ) und der Stadt Zwickau wird weiter intensiviert. Zwickau ist seit langem auch eine Stadt mit und für Studenten. Das Interesse, hier zu studieren, wächst künftig deutlich - durch die bessere Vermarktung der Standortvorteile und genauso durch attraktive und zeitgemäße Studienrichtungen. In einem erprobten Netzwerk aus Wirtschaft, WHZ und Stadt wird der Fokus auf innovative Studienangebote gelegt, die international gefragt sind, aber auch eine signifikante Relevanz für die Wirtschaftsstruktur Zwickaus haben. Angewandte Forschung hat in der Stadt oder ihren städtischen Gesellschaften (z. B. im HBK) eine herausgehobene Bedeutung. So bietet sich die Chance, dass Studenten Ausgründungen bzw. den Weg in die Selbständigkeit vor Ort gehen. Parallel wird das städtische Konzept für ein Start-Up-Center und kostengünstige Gründerareale (Inkubatoren) mit den entsprechenden Begleitmaßnahmen umgesetzt.

6. Kultur

Zwickau steht für eine lebendige kulturelle Vielfalt und ein positives Kulturklima - verteilt auf viele lokal und international agierende Akteure. Unsere einzigartigen Highlights Robert Schumann, Max Pechstein, Gerd Fröbe und August Horch sollen noch sichtbarer als die vier markanten „Zwickauer Leuchttürme“ auf- und ausgebaut werden. Voraussetzung hierfür ist eine konsequente und weit über die Stadtgrenzen vernetzte Öffentlichkeitsarbeit, um so Zwickau als eindrucksvolle und gastfreundliche Kulturstadt zu präsentieren. Zwischen Mainstream und Hochkultur möchte ich mit dem Team der Stadtverwaltung tragfähige Brücken schlagen, auch um kulturell interessierte Gäste nach Zwickau zu locken.

Das Zwickauer Kulturnetz, ein Organisations- und Kommunikationsformat, in dem städtische und freie Institutionen und Akteure zusammenfinden, wird wieder ins Leben gerufen. Gemeinsam sollen für die Stadt neue, qualitätsvolle und publikumsorientierte Kunst- und Kulturprojekte erarbeitet und auf einen erfolgreichen Weg gebracht werden. Breitenwirksame Veranstaltungen werden verteilt auf mehrere Schultern entwickelt und profiliert: z. B. eine moderne Aufwertung der Schumann-Feierlichkeiten, crossmediale Darstellung der Bergbautradition zu besonderen Anlässen, das Puppentheaterfestival als feste Reihe etablieren, Fête de la musique in die Stadt binden, Neuauflage der Kulturnacht, Organisation einer Kulturmesse für lokale und regionale Kulturträger.

7. Soziales

Zwickau ist für alle Generationen lebenswert! Junge und ältere Menschen, Familien mit Kindern, Paare oder Alleinlebende finden die ihren Bedürfnissen und Interessen genau entsprechenden, qualifizierten Angebote. Aber auch im Bedarfsfall, wie bei Krankheit, im Alter oder in anderen schwierigen Lebenssituationen stehen die geeigneten Hilfen zu Verfügung - vorzugsweise in ihrem näheren Wohnumfeld. Die qualitative Vielfalt freier Träger in der Sozialarbeit ist mit ihren unterschiedlichen Profilen eine wesentliche Voraussetzung für ehrenamtliche und professionelle Hilfsleistungen.

Besondere Unterstützung erfährt die Seniorenarbeit, egal ob in der Interessenvertretung oder bei Betreuungsangeboten. Die konsequente Vernetzung der Krankenhäuser mit der stationären und ambulanten Pflege - als Grundlage für eine bedarfsgerechte und abgestimmte Pflege - wird nachhaltig und mit Fingerspitzengefühl ausgebaut. Die Entwicklung der stadtteilbezogenen Arbeit der Zwickauer Pflegedienste wird ein besonderer Schwerpunkt der nächsten Jahre sein.

Im Fokus steht die Fortentwicklung des kinderfreundlichen Zwickaus: z. B. durch kostenfreien Eintritt in städtische Einrichtungen während der Ferien, Organisation von altersgemäßen Ferienprogrammen durch die städtischen Einrichtungen und Partner (Handwerkskammer etc.), Kulturfestival für Kinder, Etablierung des GROSSEN Kinderkultur-Mitmachtages – verteilt auf alle städtischen und freien Kulturinstitutionen.

Das aktive Vereinsleben in Zwickau (mit all ihren Bereichen Sport, Sozial, Kultur, Heimatpflege etc.) wird auch mittel- und langfristig gesichert und mit städtischen Impulsen begleitet. Lösungsorientiert unterstützen wir die Vereine bei ihren typischen Problemen (z. B. Personalsituation, Unterhaltungsaufwand für Vereinsräume, Projektfinanzierung). Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die anhaltende Stärkung des Ehrenamts.